Operative Therapie
Die Operation stellt neben der Bestrahlung und Chemotherapie die wichtigste Methode zur Behandlung von Krebserkrankungen da.
- Wir verfügen über speziell ausgebildete Brustoperateure, die sich stetig fortbilden um so den immer neuen Anforderungen gerecht zu werden.
- Wir bemühen uns, möglichst brusterhaltend zu operieren.
- Bei allen Brusterhaltenden onkoplastische Fragestellungen können wir auf die speziellen Techniken und Erfahrungen von Herrn CA Dr. Kohls zurückgreifen.
- Als kompetenter plastischer Chirurg steht uns Herr Dr. v. Hesler zur Seite.
OPERATIONSTECHNIK
Brusterhaltende Verfahren
Die brusterhaltenden Operationstechniken verbinden eine hohe Sicherheit hinsichtlich der Heilung mit einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität.
- Teilresektion
Der Teil der Brust, der den Tumor in sich trägt, wird entfernt.
- Quadrantenresektion
Das Viertel der Brust, welches den Tumor in sich trägt, wird entfernt.
- Segmentresektion
Nur das befallene Segment wird entfernt.
Durch diese neuen Techniken können bei Erhalt der Brust gleich gute Heilungsergebnisse erzielt werden, wie früher nach einer Amputation der Brust. Somit ist die brusterhaltende Therapie heute das operative Standardverfahren. Unbedingte Voraussetzungen für die brusterhaltende Operation sind jedoch, dass der Tumor weder Haut, noch Brustwand mit befallen hat und der Tumor eine bestimmte Größe nicht überschreitet. Bei der Operation wird immer eine vollständige Entfernung des Tumors mit einem Sicherheitssaum von 1-2 cm im gesunden Gewebe durchgeführt. Damit wird gewährleistet, dass keine Tumorreste im Gewebe zurückbleiben.
Onkoplastische Operation
Unter dem Begriff der onkoplastischen Operation versteht man spezielle Operationstechniken, die es erlauben ein natürliche, unter ästhetischen Gesichtspunkten akzeptable Brustform (wieder-) herzustellen bei gleichzeitig ausreichender Sicherheit hinsichtlich der Heilung. Onkoplastische Techniken verbinden also die Prinzipien der Onkologie (= Lehre von den Krebsgeschwülsten und deren Heilung) mit denen der plastischen (= wiederherstellenden) Chirurgie.
Operativer Wiederaufbau
Es gibt verschiedene operative Möglichkeiten, eine neue Brust aufzubauen. Heutzutage wird in vielen Fällen bereits unmittelbar nach einer Brustentfernung in derselben Narkose mit dem Wiederaufbau begonnen. Ein Brustaufbau ist aber auch noch Jahre nach einer Brustentfernung möglich.
Als Rekonstruktionsverfahren der Brust stehen folgende Verfahren zur Verfügung:
- Brustaufbau aus körpereigenem Gewebe
- Brustaufbau mit einem Implantat
Klassische Operationstechnik (Mastektomie)
Die klassische Operationstechnik zur Behandlung von Brustkrebs bestand in der kompletten Entfernung der betroffenen Brustdrüse, der darunter liegenden Muskulatur sowie des Lymph- und Fettgewebes der entsprechenden Achselhöhle. Durch vergleichende Untersuchungen dieser Operationstechnik mit der Methode der Entfernung nur des unmittelbar betroffenen Anteils der Brustdrüse unter Erhaltung der Brust als Organ (brusterhaltende Operation) konnte bereits Anfang der 70er Jahre nachgewiesen werden, dass in den meißten Fällen die brusterhaltende Therapie genau so erfolgreich ist, wie die Mastektomie. Aus diesem Grunde wird die Mastektomie heute nur dann durchgeführt, wenn mit brusterhaltenden Operationsverfahren keine sichere Tumorentfernung gewährleistet ist.
Sentinel node Technik
Als sentinel node Technik (englisch sentinel: Wächter, node: Lymphknoten) bezeichnet man eine Operationstechnik, bei der zunächst nur der Wächterlymphknoten aus der Achselhöhle entfernt wird. Grundlage dieser Technik ist die Vorstellung dass der gesamte Lymphabstrom aus der Brustdrüse zuerst über einen (oder wenige) Wächterlymphknoten, die den Beginn einer Lymphbahn darstellen, erfolgt. Demnach würde dieser Wächterlymphknoten auch zuerst durch Metastasen befallen werden. Ist der Wächterlymphknoten hingegen frei, so sind auch die weiteren, dahinter liegenden Lymphknoten des Lymphabflussgebietes frei von Metastasen.
Diese Technik vermindert den operativen Aufwand erheblich, da eine Entfernung der Lymphknoten in der Achselhöhle unterbleiben kann, wenn der Wächterlymphknoten frei ist. Für die Patientinnen bedeutet dies eine geringere Schädigung des Gewebes in der Achselhöhle und führt daher zu einer erheblich verbesserten Beweglichkeit des entsprechenden Arms nach der Brustoperation.
Ist der Wächterlymphknoten jedoch befallen, so wird zum Schutze der Patientin in jedem Fall eine Ausräumung aller Lymphknoten der betroffenen Achselhöhle vorgenommen.





